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Ein fester Platz dort, wo die KI-Regeln für Deutschland entstehen.
scoreprise.AI wurde als ständiges Mitglied in die Bundesfachkommission "Künstliche Intelligenz und Wertschöpfung 4.0" berufen. Was das ist, warum es zählt und was wir dort einbringen wollen.
Über die Rentenkommission redet gerade das ganze Land. Ihre Empfehlungen sollen als Gesetz umgesetzt werden und betreffen Millionen Menschen. Über eine andere Kommission redet dagegen kaum jemand, obwohl ihre Arbeit am Ende jeden Arbeitsplatz in Deutschland berührt: die Bundesfachkommission "Künstliche Intelligenz und Wertschöpfung 4.0".
Genau in diese Kommission wurde scoreprise.AI nun als ständiges Mitglied berufen. Für uns als junges Hamburger Unternehmen ist das ein besonderer Vertrauensbeweis, vor allem aber eine konkrete Gelegenheit: dauerhaft am Tisch zu sitzen, an dem Wirtschaft, Wissenschaft und Politik die Rahmenbedingungen für KI in Deutschland verhandeln.
Was ist die Bundesfachkommission überhaupt?
Der Wirtschaftsrat der CDU ist ein branchenübergreifender Unternehmerverband, 1963 unter der Schirmherrschaft von Ludwig Erhard gegründet, mit heute rund 12.500 Mitgliedern. Er versteht sich als Brücke zwischen Wirtschaft und Politik und ist ausdrücklich keine Parteiorganisation, sondern finanziert sich allein über die Beiträge seiner Mitglieder.
Innerhalb dieses Verbands arbeiten Bundesfachkommissionen zu einzelnen Themenfeldern. Die Kommission "KI und Wertschöpfung 4.0" bringt Entscheider aus Wirtschaft, Technologie und Politik zusammen, um die Voraussetzungen für einen starken KI-Standort zu gestalten. Geleitet wird sie von Christian Korff, Mitglied der Geschäftsführung von Cisco Deutschland. In den Runden treffen Unternehmensvertreter auf Abgeordnete des Bundestages, auf Vertreter der Ministerien und auf Stimmen aus der Wissenschaft, oft in vertraulichen Hintergrundgesprächen, in denen offen diskutiert werden kann.
Nicht der Titel ist das Entscheidende, sondern der Zugang zu den Gesprächen, in denen die Weichen für die nächsten Jahre gestellt werden.
Worum es der Kommission geht
Die Kommission hat sich fünf große Ziele gesetzt, die sich mit dem decken, woran wir bei scoreprise.AI jeden Tag arbeiten:
- KI-Standort stärken: Deutschland und Europa im internationalen Wettbewerb nach vorne bringen, statt beim wichtigsten Technologiethema der Dekade zuzusehen.
- Regulierung praxisnah umsetzen: die europäischen KI-Regeln so anwenden, dass sie Innovation ermöglichen, statt sie nur zu verwalten.
- Infrastruktur ausbauen: leistungsfähige KI- und Cloud-Kapazitäten in Europa aufbauen.
- Datenzugang verbessern: Unternehmen den Zugang zu Daten für KI-Anwendungen erleichtern.
- Kompetenzen fördern: KI-Fachkräfte ausbilden und digitale Kompetenz in der Breite verankern.
Warum das gerade jetzt zählt
Der Zeitpunkt ist kein Zufall. KI ist in der deutschen Wirtschaft angekommen, aber ungleich verteilt, und die Regulierung wird gerade konkret.
Die Bitkom-Erhebung unter 604 Unternehmen zeigt die stärkste Adoptionsbewegung seit Beginn der Messungen 2014. Gleichzeitig klafft eine Lücke: Bei Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten liegt die Nutzung über 60 Prozent, der klassische Mittelstand darunter zieht erst nach. Fast die Hälfte der Industrie stuft sich selbst als Nachzügler ein. Genau dieser Mittelstand ist als Exportnation international tätig. Wenn er bei KI vorangeht, kommt der ganze Standort auf einen Wachstumspfad.
Der regulatorische Rahmen wird konkret
Parallel wird die europäische KI-Verordnung (der AI Act) Schritt für Schritt scharfgestellt. Die wichtigsten Marken für Unternehmen:
In Deutschland setzt das KI-Maßnahmen- und Innovationsgesetz (KI-MIG) die Verordnung um und regelt, welche Behörden zuständig sind. Für Unternehmen bedeutet das: Governance ist keine Kür mehr, sondern Pflicht. Und sie sollte so gestaltet sein, dass sie schützt, ohne zu lähmen. Genau an dieser Schnittstelle zwischen praktischer Anwendung und verantwortungsvoller Governance arbeiten wir.
Unsere Position: KI verantwortungsvoll in die Wertschöpfung bringen
Die zentrale Frage, die wir auch in der Kommission besprechen, lautet: Wie integrieren wir KI verantwortungsvoll in die Wertschöpfungskette, achten dabei klar auf Governance, ohne als Deutschland international den Anschluss zu verlieren? Unsere Antwort setzt dort an, wo unsere Kernkompetenzen liegen: im Mittelstand und in der verarbeitenden Industrie, allen voran im Maschinenbau. Diese Unternehmen wollen wir mit KI befähigen, jetzt eine höhere Wertschöpfung zu erreichen.
Was wir einbringen
Was uns an dieser Berufung freut, ist nicht der Titel. Es ist die Möglichkeit, unsere Erfahrung aus echten Projekten im Mittelstand und in der Industrie genau dort einzubringen, wo die Rahmenbedingungen für die nächsten Jahre entstehen. Wir bringen keine Theorie mit, sondern die Perspektive von Praktikern, die AI-Mitarbeiter täglich in reale Geschäftsprozesse bringen. Die Fragen aus der Kommission sind für uns keine abstrakten Politikthemen, sondern der Alltag unserer Kundenprojekte.
Anders als bei der Rente betrifft das nicht nur einen Teil der Menschen. KI verändert jeden Arbeitsplatz. Die Frage ist nur, ob wir das gestalten oder erleiden. Wir wollen gestalten: für den Wirtschaftsstandort Deutschland, für Hamburg und für einen Mittelstand, der bei KI vorangehen kann, statt hinterherzulaufen.
Wie es weitergeht
Das nächste Treffen der Kommission findet am 6. Oktober 2026 in Berlin statt. Zum ersten Mal gehen wir dort nicht als Gast in die Runde, sondern mit einem aktiven Mandat. Wir werden über unsere Eindrücke und die zentralen Themen berichten, natürlich im Rahmen dessen, was aus vertraulichen Gesprächen geteilt werden darf.
Ein großes Dankeschön geht an Simon Steinbrück, an Luise Ritter und an Richard Yates für die Berufung und das Vertrauen. Wir freuen uns auf alles, was daraus entsteht.
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